Training und Trinken

Warum trinken wir eigentlich?

Um nicht zu verdursten ist wohl der häufigst genannte
Grund. Natürlich auch weil wir gerade so Durst haben, oder weil das Getränk
einfach gut schmeckt.
Aber wenn man sich einmal klar macht wofür das Wasser das wir trinken noch so
gut ist dann wird einem schnell klar, dass Wasser eine ganze Menge mehr kann
als uns nur vor dem Verdursten zu bewahren.
Jede chemische Reaktion in Ihrem Körper, einschließlich der Energieproduktion,
findet im Umfeld von Wasser statt. Wenn Ihr Blut, Ihre Muskeln und andere Organe
nicht die optimale Menge Wasser erhalten, dann werden sie unter Belastung einfach
nicht mehr richitg funktionieren und nicht die volle Leistung bringen. Schon
ein Flüssigkeitsverlust über den Schweiß von 2% des Körpergewichts kann die
körperliche Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen.

Sie wiegen 70 Kilo und machen eine
Stunde lang intensiv Sport? Dann verliert Ihr Körper in dieser Zeit fast
1,4 Liter an Flüssigkeit. Enthalten sind in diesem Schweiß eine Menge an
Mineralstoffen und Spurenelementen ( Salze ), welche wir unbedingt über
das Trinken wieder aufnehmen müssen.
“Aber ich trinke doch immer wenn ich Durst bekomme”, kann man oft hören.
Ihr Körper verfügt über viele wundervolle eingebaute Sicherheitssignale,
die Sie warnen, ehe ein Problem überhand nimmt; aber Durst gehört leider
nicht dazu.
Viele Sportler können einen Flüssigkeitsverlußt von bis zu 5% ihres Körpergewichts
tolerieren, ehe ihr Durst sie zum Trinken bewegt. Unglücklicherweise ist
dann aber schon die schwächende Wirkung der Dehydration eingetreten.
Ihr Durstgefühl hinkt leider ein wenig hinterher. Jeder Sportler sollte
also sichergehen, dass er immer ausreichend mit Wasser versorgt ist und
nicht erst dann zu trinken beginnt wenn er Durst bekommt.
Trinken

Trinken Sie nicht erst beim Sport, sondern regelmäßig
über den Tag verteilt kleinere Mengen. Es hört sich im ersten Moment viel an,
aber trinken sie mindestens 3 Liter Flüssigkeit am Tag. Das Bier, am Abend in
der Kneipe, können sie leider nicht dazu rechnen.

Was ist denn nun das beste Getränk?

“Was ist denn nun das beste Getränk, welches ich beim
Sport und allgemein trinken sollte?” Auf diese Frage gibt es leider keine eindeutig
richtige Antwort.
Es gibt leider nicht das Wundergetränk, auch wenn das in der Werbung oft suggeriert
wird.
Im Grunde genommen gilt: trinken Sie das, was Ihnen am meisten zusagt, denn nur
dann werden Sie auf Dauer genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Allerdings sollte
man einige Dinge rund um die Flüssigkeitsaufnahme wissen, um dann selbst entscheiden
zu können und das für sich richtige zu wählen.
Getränke gelangen über die Speiseröhre zunächst in den Magen und werden dann weiter
in den Darm transportiert. Im Darm werden dann Nährstoffe ( Kohlenhydrate, Eiweiß
und Fette ), Flüssigkeit und Mineralien ins Blut aufgenommen. Mit dem Blut als
Transporteur werden dann die Nährstoffe, die Flüssigkeit und die Mineralien zu
den einzelnen Organen transportiert.
Alle Stoffe die nicht verdaut werden und über den Dünndarm nicht aufgenommen werden
können, gelangen in den Dickdarm und werden ausgeschieden. Leider kann man nicht
unendlich viel Flüssigkeit aufnehmen.
Das Limit setzt die Magenentleerungsgeschwindigkeit. Diese ist begrenzt auf etwa
1000-1200ml pro Stunde. Bei einer Belastungsintensität von über 70% nimmt dies
allerdings deutlich ab. Es können nur noch geringe Mengen an Flüssigkeit aufgenommen
werden.
Bei gemäßigter Belastung wird empfohlen alle 15 min ca 250ml Flüssigkeit zu sich
zu nehmen. Dies ist die Menge die vom Körper gut aufgenommen werden kann. Bei
starker Belastung sollte man die Menge ruhig auf 150-200ml alle 15 min reduzieren,
da der Körper mehr einfach nicht aufnehmen kann.

Inhalte und Zusammensetzung eines guten Sportgetränkes.

Bei intensiver Belastung reicht
eine reine Wasserzufuhr nicht mehr aus. Der Körper braucht in verstärktem
Maße auch Kohlenhydrate. Wichtig ist nun das die Getränke gut aufgenommen
werden können, um schnell zu wirken. Sind in dem Getränk mehr als 8% Kohlenhydrate
enthalten, dann sinkt die Magenentleerungsgeschwindigkeit, so dass die Flüssigkeitsaufnahme
reduziert wird.
Wenn man sich bewußt macht, dass in Cola&Co mehr als 11% Kohlenhydrate enthalten
sind wird einem schnell klar, dass Cola nicht das ware ist. Auch die berühmte
Apfelschorle, oder Fruchtsäfte verlangsamen wegen ihrer organischen Fruchtsäuren
die Aufnahme im Magen.
trinken

 

Isoton, hypoton und hyperton

Isoton, hypoton und hyperton sind Begriffe die man
im Zusammenhang mit Sportgetränken häufig hört. Doch was ist das eigentlich?
Alle diese Begriffe beschreiben das Verhältnis der Teilchenkonzentration von
Blut und aufgenommener Flüssigkeit.
Ist das Getränk isoton, dann ist die Teilchenkonzentration in etwa gleich. Das
Getränk läßt sich also vom Blut sehr gut aufnehmen und kann somit schnell weiterverarbeitet
werden.
Bei einem hypertonen Getränk, wie etwa Cola oder Fruchtsaft, ist die Teilchenkonzentration
in der Flüssigkeit viel höher als die im Blut. Der Körper muß also erst noch
Wasser abgeben, um diese Flüssigkeit soweit zu verdünnen, das er sie aufnehmen
kann. Für einen Sportler unter Belastung, der eigentlich all sein Wasser braucht
um die volle Leistung zu bringen, ist dies das ungünstigste Getränk.
Das wohl sinnvollste, neben einem isotonen, ist ein hypotones Getränk. Dieses
Getränk enthält, genau wie ein isotones, Maltodextrin ( Mehrfachzucker ), wodurch
die Einzelteilchenzahl deutlich verringert wird. Die Teilchenkonzentration ist
hierbei geringer als die des Blutes und die Flüssigkeit kann somit sehr gut
aufgenommen werden.

 

Natrium – wichtiger als angenommen

Ein weiterer wichtiger Aspekt eines guten Sportgetränkes
ist sein Natriumgehalt. Natrium ist der mengenmäßig wichtigste Mineralstoff,
der beim Schwitzen verloren geht.
Natriummangel führt zu steifen Muskeln, Krämpfen, Übelkeit, stärkerer Urinausscheidung
und bei starkem Mangel sogar zu Hirnödemen. Natrium bindet im Körper Wasser
an sich. Es ermöglicht also die Wasserspeicherung und erhöht auch die Aufnahmefähigkeit
für Kohlenhydrate.
Auch akute Krämpfe beim Sport lassen sich nur mit einer Einnahme von Natrium
behandeln. Magnesium während einer Belastung hat eher den gegenteiligen Effekt
und begünstigt Krämpfe und Übelkeit sogar eher.
Wer sein Getränk selber mit Natrium aufpeppen möchte kann z.B. einen halben
Teelöffel Salz ( Natriumchlorid ) in etwa einen Liter Flüssigkeit einrühren.

Nun wissen sie eine ganze Menge über
Sportgetränke, ihre Aufnahme im Körper und ihre empfehlenswerte Zusammensetzung.
Als gutes Sportgetränk hat sich ein stilles, natriumreiches Mineralwasser
erwiesen, welches man zusätzlich noch mit Zugaben wie Maltodextrin oder
etwas Fruchtzucker aufwerten sollte. Der Natriumgehalt sollte dabei auf
jeden Fall über 450mg pro Liter liegen. Für Personen die sich ihr Getränk
nicht selber herstellen wollen, bieten isotonische Sportgetränke, meißt
mit Grapefruit- oder Zitronengeschmack, eine gute Alternative.
trinken

Na dann Prost!!!


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