Ernährung:
Der wichtigste Zeitpunkt für die Aufnahme von Kohlenhydraten
ist nach dem Training. Nach einem intensiven Training sollten möglichst bald
50-100 Gramm Kohlenhydrate in leicht verdaulicher und schnell verwertbarer Form
aufgenommen werden.
Kohlenhydratreiche Getränke leiten die Regeneration besonders gut ein.
Zum Abnehmen empfiehlt sich, eine fettarme Ernährung
und Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischen Index. Durch eine verstärkte Kohlenhydrataufnahme
wird die Kohlenhydratverbrennung angeregt. Daher werden beim Essen von kohlenhydratreichen
Speisen erstens mehr Kohlenhydrate verbrannt, und zweitens werden die Glykogendepots
gefüllt.
Am wenigsten dick machen Kohlenhydrate nach dem Training, wenn Nachholbedarf
zur Wiederauffüllung der entleerten Glykogenspeicher besteht.
Kohlenhydrate werden nur dann in nennenswertem Umfang direkt in die Fettdepots
umwandelt, wenn sehr große Mengen ( über 500 Gramm pro Tag = zugeführt werden):
Mit diesen 2000 Kilokalorien deckt der Körper seinen Energiebedarf, da im Stoffwechsel
bei gemischter Kost zunächst und bevorzugt die Kohlenhydratkalorien verbrannt
werden. Das Verlangen nach Süßem kann entstehen, wenn der Serotoninspiegel im
Gehirn abnimmt. Dieser Botenstoff im Nervensystem und Gehirn hat auch Einfluss
auf unsere Stimmungslage. Kohlenhydratreiche Lebensmittel steigern den Serotoninspiegel
im Gehirn und das Wohlbefinden. Eine Eiweißdiät kann aus diesem Grund zu einer
depressiven Stimmungslage führen. Die Proteinzufuhrempfehlung schwankt zwischen
0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht an einem Tag ohne sportliche Betätigung
und 2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht in der Phase, in der Muskelmasse
aufgebaut werden soll.
Bei der Verstoffwechselung von Protein im Vergleich zu den anderen Nährstoffen
entsteht mehr Extrawärme, die der Körper dann energieverschwenderisch abgibt.
Wichtig ist allerdings, dass Leistungssportler, die vermehrt Eiweiß aufnehmen,
auch genügend trinken, denn die vermehrte Bildung und Ausscheidung harnpflichtiger
Substanzen und deren Ausscheidung über die Nieren bei erhöhter Eiweißzufuhr
erfordern eine hohe Flüssigkeitsaufnahme, mindestens 2-3 Liter pro Tag.
Glykämischer Index:
Während in den ersten Stunden nach dem Training Lebensmittel
mit einem hohen glykämischen Index ( GI) zu bevorzugen sind, können später solche
mit mittlerem bis niedrigem Index folgen. Der GI ist ein Maß dafür, wie rasch
und wie hoch die verschiedenen Kohlenhydrate den Blutzucker ansteigen lassen.
Die schnell resorbierbare Glykose ( Traubenzucker ) ruft einen frühzeitig einsetzenden
steilen Blutzuckeranstieg hervor. Ihr glykämischer
Index ist 100.
Glykämischer
Index von Lebensmitteln --> Tabelle
Die komplexen Kohlenhydrate ( in stärke- und ballaststoffhaltigen
Lebensmitteln ), die neben den Kohlenhydraten auch Fett und Eiweiß enthalten,
haben einen deutlich langsameren und niedrigeren Blutzuckeranstieg zur Folge.
Der GI beträgt dann nur ca. 30-60.
Mit einem schnell ansteigenden Blutzuckerspiegel ist ein entsprechender Insulinausstoß
verbunden. Dadurch wird der Blutzucker rasch wieder abgesenkt, und die Leistungsfähigkeit
sinkt.
Biologische Wertigkeit und Ergänzungswirkung:
Nach der klassischen Definition versteht man unter Biologischer Wertigkeit (BW) die Menge Körpereiweiß, die durch 100 Gramm eines Nahrungsproteins ersetzt werden kann. Als Bezugswert für die Biologische Wertigkeit (BW 100) dient Vollei-Protein. Andere tierische Lebensmittel, wie z. B. Fleisch, Fisch und Milch, liegen im Bereich von 80-90.| [ back ] |
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